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kunstpartner erforscht
wie Entscheidungen im Kulturbetrieb zustande kommen und unterstützt
Prozesse der Entscheidungsfindung. Folgende und ähnliche Fragen
umreissen das Forschungsgebiet: Warum geht jemand ins Konzert und
warum fällt die Entscheidung immer seltener für die „Kunstmusik“?
Wie verlaufen die Entscheidungen die aus einem „Werk“ ein „Kunstwerk“ machen?
Wie „ticken“ eigentlich Kulturorganisationen, d.h. welcher
Logik folgen ihre Entscheidungen? Was sind im Kontext von Kunst und
Kultur „gute“ Entscheidungen? etc.
Jegliches Handeln beruht auf Entscheidungen. In Anlehnung an Niklas
Luhmann versteht kunstpartner, die Entscheidung als
die grundlegende Operation eines Sinn-Systems zur Aufrechterhaltung
seiner Selbstorganisation. Diese Perspektive eröffnet einen Blick auf die spezifischen Notwendigkeiten
in der jeweiligen Entscheidungssituation. Sie zwängt das Denken
nicht in das enge Korsett betriebswirtschaftlicher Rationalität,
sondern räumt der jeweiligen Systemrationalität breiten Raum
ein.
Bei der Erforschung von Entscheidungsprozessen orientiert sich kunstpartner an
der System- bzw. der Selbstorganisationstheorie; zudem finden Methoden
der künstlerischen Forschung, die Sozialwissenschaften und das
Experiment Anwendung.
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