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	<title>kunstpartner &#187; (Mit-)Veranstaltet</title>
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	<description>kunstpartner betreibt Forschung zu Themen der Kultursoziologie sowie des Kunst- und Kulturmanagements.</description>
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		<title>K&#252;nstlerische Forschung – artistic ways of knowledge production</title>
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		<pubDate>Tue, 28 Oct 2008 13:49:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>martin.troendle</dc:creator>
				<category><![CDATA[(Mit-)Veranstaltet]]></category>
		<category><![CDATA[künstlerische Forschung]]></category>
		<category><![CDATA[Methoden]]></category>
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		<description><![CDATA[<p>10. &#8211; 12. Dezember 2009, <a href="http://www.akademie-solitude.de/">Akademie Schloss Solitude</a></p>
<p>veranstaltet von Prof. Jean-Baptiste Joly und  Dr. Martin Tr&#246;ndle</p>
<p>K&#252;nstlerische Forschung versucht Methoden und Prozesse der Werkproduktion auf nicht-k&#252;nstlerische Bereiche anzuwenden. Sie stellt k&#252;nstlerisches Wissen und Techniken in neue Kontexte und macht die entsprechenden Kompetenzen f&#252;r Innovationsprozesse nutzbar. Es ist also kein „Forschen &#252;ber Kunst“, was in den Zust&#228;ndigkeitsbereich der Kunstwissenschaften f&#228;llt, noch ein „Forschen mit Kunst“, was genuin&#8230;</p>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>10. &#8211; 12. Dezember 2009, <a href="http://www.akademie-solitude.de/">Akademie Schloss Solitude</a></p>
<p>veranstaltet von Prof. Jean-Baptiste Joly und  Dr. Martin Tr&#246;ndle</p>
<p>K&#252;nstlerische Forschung versucht Methoden und Prozesse der Werkproduktion auf nicht-k&#252;nstlerische Bereiche anzuwenden. Sie stellt k&#252;nstlerisches Wissen und Techniken in neue Kontexte und macht die entsprechenden Kompetenzen f&#252;r Innovationsprozesse nutzbar. Es ist also kein „Forschen &#252;ber Kunst“, was in den Zust&#228;ndigkeitsbereich der Kunstwissenschaften f&#228;llt, noch ein „Forschen mit Kunst“, was genuin die k&#252;nstlerische Produktion charakterisiert.<br />
Das Konzept k&#252;nstlerische Forschung (artistic research) st&#246;&#223;t seit circa dem Jahr 2000 in der Schweiz, England und den skandinavischen L&#228;ndern, auf ein wachsendes und je unterschiedliches Interesse: In Anlehnung an die Definition des &#214;sterreichischen Kreativwirtschaftsberichtes 2003 „Die Kreativwirtschaft verbindet k&#252;nstlerisch-kulturelles Wissen und Techniken mit wirtschaftlicher Umsetzung“, wird in diesem Kontext k&#252;nstlerische Forschung als Grundlagenforschung der Kreativwirtschaft verstanden. Im Bereich der Designforschung betont man insbesondere die Entwurfskompetenz, also die F&#228;higkeit Neues zu schaffen (Wolfgang Jonas), um diese vor allem im Bereich des Produktdesigns zur Anwendung zu bringen.<br />
Fokus des Symposions hingegen soll das Methoden- und Prozesswissen k&#252;nstlerischer Forschung sein. <span id="more-69"></span>Zielt wissenschaftliche Forschung und die Kommunikation deren Ergebnisse auf Intersubjektivit&#228;t, so stellt die k&#252;nstlerische Forschung auf die Verk&#246;rperung des Wissens ab: Jegliche Symbolverarbeitung findet embodied, das hei&#223;t in einer k&#246;rperlichen Einbettung statt, argumentiert die neueren Kognitionstheorie (Wolfgang Tschacher), die Neurowissenschaften (Luc Ciompi) und die Artificial Intelligence (Rolf Pfeifer). Damit kann das Konzept der k&#252;nstlerischen Forschung einem prominenten Stellenwert bekommen, denn sie verf&#252;gt &#252;ber, ein sich &#252;ber mehrere Jahrhunderte evolvierendes Methoden- und Prozessrepertoire, das die Erfahrbarkeit von Wissen in den Mittelpunkt stellt und eine aktive Wissensproduktion verfolgt. Das „Ergebnis“ der k&#252;nstlerischen Forschung in der Kunst bildet durch die Forschung mit und durch das Material und seinen Kontext einen Repr&#228;sentationsmodus, der Symbolisches nicht nur reflexiv (bspw. als wissenschaftlicher Beitrag) sondern im Medium des Materials auch k&#246;rperlich erfahrbar macht. Um diese Transformationen zu „sinnlichem Sinn“ zu entfalten, bedienen sich K&#252;nstler unterschiedlicher Methoden und Prozesse, die im Mittelpunkt des Symposions stehen sollen.<br />
Auf dem Symposion „k&#252;nstlerische Forschung – artistic ways of knowledge production“ m&#246;chten wir daher folgende Fragen thematisieren und diskutieren: Was sind k&#252;nstlerische Forschungsprozesse? Was unterscheidet sie von wissenschaftlichen Forschungsprozessen? Was sind Methoden der k&#252;nstlerischen Forschung? Was bedeutet Wissensproduktion? Was sind die Spezifika der Repr&#228;sentation k&#252;nstlerischer Forschungsergebnisse?<br />
Welche Transferoptionen haben Methoden und Prozesse der k&#252;nstlerischen Forschung in die Wissenschaft und ggf. die Wirtschaft?  </p>
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		<title>Interpretieren, arrangieren, Beziehungen stiften- Neue Rollenmodelle und Theorien im Kulturmanagement.</title>
		<link>http://kunstpartner.com/interpretieren-arrangieren-beziehungen-stiften-neue-rollenmodelle-und-theorien-im-kulturmanagement-2/</link>
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		<pubDate>Tue, 28 Oct 2008 13:43:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>martin.troendle</dc:creator>
				<category><![CDATA[(Mit-)Veranstaltet]]></category>
		<category><![CDATA[ästhetisches Management]]></category>
		<category><![CDATA[Kulturbetriebsforschung]]></category>
		<category><![CDATA[Theorie des Kulturmanagement]]></category>

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		<description><![CDATA[<p><em>3. Arbeitstagung Fachverband für Kulturmanagement</em></p>
<p>16. &#8211; 17. Januar 2009, Zeppelin University Friedrichshafen</p>
<p>veranstaltet von Prof. Dr. Karen van den Berg, Dr. Rolf Keller, Dr. Martin Tr&#246;ndle</p>
<p>Unter dem Titel <em>Interpretieren, arrangieren, Beziehungen stiften – Neue Rollenmodelle und Theorien im Kulturmanagement</em> arbeiten VertreterInnen aus Kunst- und Kulturmanagement, Kulturarbeit und angewandter Kulturwissenschaft an einem neuen Selbstverst&#228;ndnis des Fachs Kulturmanagement.</p>
<p>Im Anschluss an die beiden ersten Fachtagungen „Kulturmanagement: Bestandsaufnahme und Perspektiven“ (Rendsburg,&#8230;</p>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>3. Arbeitstagung Fachverband für Kulturmanagement</em></p>
<p>16. &#8211; 17. Januar 2009, Zeppelin University Friedrichshafen</p>
<p>veranstaltet von Prof. Dr. Karen van den Berg, Dr. Rolf Keller, Dr. Martin Tr&#246;ndle</p>
<p>Unter dem Titel <em>Interpretieren, arrangieren, Beziehungen stiften – Neue Rollenmodelle und Theorien im Kulturmanagement</em> arbeiten VertreterInnen aus Kunst- und Kulturmanagement, Kulturarbeit und angewandter Kulturwissenschaft an einem neuen Selbstverst&#228;ndnis des Fachs Kulturmanagement.</p>
<p>Im Anschluss an die beiden ersten Fachtagungen „Kulturmanagement: Bestandsaufnahme und Perspektiven“ (Rendsburg, 2006) und „Forschungsans&#228;tze und -methoden im Kulturmanagement“ (Universit&#228;t Hildesheim, 2008) wird die dritte Arbeitstagung des deutschsprachigen Fachverbandes am 16.-17. Januar 2009 an der Zeppelin University Friedrichshafen den Diskurs zur Entwicklung eines facheigenen methodischen und theoretischen Rahmens weiterführen. Zentral bleibt dabei die Frage, welche konkreten Methoden, Theorien und Diskurse welcher Bezugsdisziplinen für das Kulturmanagement – als Praxis zwischen wissenschaftlicher Invention und praktischer Intervention – relevant sind und einem potentiellen Kernbestand des Fachs zugerechnet werden mü&#223;ten.<br />
<a href='http://kunstpartner.com/wp-content/uploads/2008/11/fb_km_tagung_09a1.pdf'>fb_km_tagung_09a1</a></p>
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		<title>Wirtschafts&#228;sthetik: Formen des Neuen an der Schnittstelle von &#214;konomie und Kunst</title>
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		<pubDate>Tue, 28 Oct 2008 13:39:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>martin.troendle</dc:creator>
				<category><![CDATA[(Mit-)Veranstaltet]]></category>
		<category><![CDATA[Ästhetische Theorie]]></category>
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		<category><![CDATA[Wirtschaftsästhetik]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>28. M&#228;rz 2008, Hochschule f&#252;r Gestaltung und Kunst Basel, FHNW</p>
<p><a href="http://web.fhnw.ch/hgk/projekte/mas-dai/">Dokumentation</a></p>
<p>Eine Veranstaltung des <a href="http://www.fhnw.ch/hgk/weiterbildung/mas-design-art-innovaton/mas-design-art-innovation-1">Master of Advanced Studies Design &#124; Art + Innovation</a>   </p>
]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>28. M&#228;rz 2008, Hochschule f&#252;r Gestaltung und Kunst Basel, FHNW</p>
<p><a href="http://web.fhnw.ch/hgk/projekte/mas-dai/">Dokumentation</a></p>
<p>Eine Veranstaltung des <a href="http://www.fhnw.ch/hgk/weiterbildung/mas-design-art-innovaton/mas-design-art-innovation-1">Master of Advanced Studies Design | Art + Innovation</a>   </p>
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		<title>Auf der Suche nach dem Publikum</title>
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		<pubDate>Tue, 28 Oct 2008 13:32:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>martin.troendle</dc:creator>
				<category><![CDATA[(Mit-)Veranstaltet]]></category>
		<category><![CDATA[Audience development]]></category>
		<category><![CDATA[Aufführungskultur]]></category>
		<category><![CDATA[Konzert]]></category>
		<category><![CDATA[Musik]]></category>
		<category><![CDATA[Musikmanagement]]></category>
		<category><![CDATA[Musikvermittlung]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>11. Mai 2008, Seminarzentrum Gut Siggen der Alfred Toepfer Stiftung F.V.S.</p>
<p>Symposion im Rahmen der <a href="http://www.toepfer-fvs.de/siggen01.html?&#038;L=0\\\\\%22">Sommerakademie f&#252;r Musikvermittlung und Musikmanagement</a></p>
]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>11. Mai 2008, Seminarzentrum Gut Siggen der Alfred Toepfer Stiftung F.V.S.</p>
<p>Symposion im Rahmen der <a href="http://www.toepfer-fvs.de/siggen01.html?&#038;L=0\\\\\%22">Sommerakademie f&#252;r Musikvermittlung und Musikmanagement</a></p>
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		<title>Zukunftskonzert Musikvermittlung und Auff&#252;hrungskultur</title>
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		<pubDate>Tue, 28 Oct 2008 13:27:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>martin.troendle</dc:creator>
				<category><![CDATA[(Mit-)Veranstaltet]]></category>
		<category><![CDATA[Aufführungskonzept]]></category>
		<category><![CDATA[Aufführungskultur]]></category>
		<category><![CDATA[Dramaturgie]]></category>
		<category><![CDATA[Konzert]]></category>
		<category><![CDATA[künstlerische Forschung]]></category>
		<category><![CDATA[Musik]]></category>
		<category><![CDATA[Musikbetrieb]]></category>
		<category><![CDATA[Musikvermittlung]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Symposium am 24.-25. April 2008, Bundesakademie f&#252;r kulturelle Bildung Wolfenb&#252;ttel</p>
<p>veranstaltet vom Nieders&#228;chsischen Ministerium f&#252;r Wissenschaft und Kultur</p>
<p><a href="http://www.zukunftskonzert.2008.niedersachsen.de/dokumentation.html">Dokumentation</a> </p>
]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Symposium am 24.-25. April 2008, Bundesakademie f&#252;r kulturelle Bildung Wolfenb&#252;ttel</p>
<p>veranstaltet vom Nieders&#228;chsischen Ministerium f&#252;r Wissenschaft und Kultur</p>
<p><a href="http://www.zukunftskonzert.2008.niedersachsen.de/dokumentation.html">Dokumentation</a> </p>
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		</item>
		<item>
		<title>Kulturmanagement: Bestandsaufnahme und Perspektiven</title>
		<link>http://kunstpartner.com/kulturmanagement-bestandsaufnahme-und-perspektiven/</link>
		<comments>http://kunstpartner.com/kulturmanagement-bestandsaufnahme-und-perspektiven/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 28 Oct 2008 12:56:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>martin.troendle</dc:creator>
				<category><![CDATA[(Mit-)Veranstaltet]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://kunstpartner.com/?p=61</guid>
		<description><![CDATA[<p>07.-09.12.2006, Nordkolleg Rendsburg</p>
<p>veranstaltet von Prof. Dr. Steffen H&#246;hne und Dr. Martin Tr&#246;ndle</p>
<p>Im Mittelpunkt der Tagung standen Fragen der Praxisorientierung und der akademischen Verankerung des Faches Kunst- und Kulturmanagemt</p>
<p>= = = = = = = = = = = = = = = = = = = = = = = = = = = = = = = = = = = = = =&#8230;</p>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>07.-09.12.2006, Nordkolleg Rendsburg</p>
<p>veranstaltet von Prof. Dr. Steffen H&#246;hne und Dr. Martin Tr&#246;ndle</p>
<p>Im Mittelpunkt der Tagung standen Fragen der Praxisorientierung und der akademischen Verankerung des Faches Kunst- und Kulturmanagemt</p>
<p>= = = = = = = = = = = = = = = = = = = = = = = = = = = = = = = = = = = = = = = = = =<br />
<em>Deutschland &#8211; ein Winterm&#228;rchen<br />
von Dieter Sch&#252;tz, kulturmanagement.net</em></p>
<p>Die Arbeitstagung Kulturmanagement: Bestandsaufnahme und Perspektiven am Nordkolleg Rendsburg vom 7. bis 9. Dezember 2006</p>
<p>Nachdem eine ganze Nation im taumelnden Jubel und mit unglaublicher Euphorie ein Sommerm&#228;rchen wahr werden lie&#223;, wird das neue Bild der Deutschen nach dem Weltmeistertitel im Handball in einem Winterm&#228;rchen weiter getragen. Schaut man auf die aktuellen Diskussionen und Entwicklungen in der Kulturmanagement-Ausbildung, kommt einem ein anderes Winterm&#228;rchen, eher das Heinesche, in den Sinn.</p>
<p>Erstes Gipfeltreffen der Ausbilder im Kulturmanagement nach 30 Jahren</p>
<p>Es ist schon unglaublich, fast peinlich, sicher aber historisch zu nennen: 30 Jahre nach Gr&#252;ndung des ersten deutschsprachigen Studiengangs (IKM Wien) fand vom 7.-9. Dezember 2006 im beschaulichen Rendsburg das erste Gipfeltreffen deutschsprachiger Kulturmanagement-Ausbilder statt. Unter dem Titel Arbeitstagung Kulturmanagement: Bestandsaufnahme und Perspektiven versammelten sich &#8211; auf Einladung des Nordkollegs Rendsburg und des Studiengangs Kulturmanagement der Hochschule f&#252;r Musik Franz Liszt Weimar &#8211; ca. 25 Vertreter unterschiedlichster Studienangebote zum Austausch und Fachgespr&#228;ch. Bemerkenswert war, dass Vertreter der wichtigsten Studieng&#228;nge aus der Schweiz und &#214;sterreich extra angereist waren, Vertreter renommierter Studieng&#228;nge wie z.B. aus Hamburg, Berlin oder Ludwigsburg aber nicht auf der Tagung erschienen. An zwei Tagen wurde lebhaft und kontrovers &#252;ber das Fach, das Lehrgebiet, die Disziplin und das Praxisfeld Kulturmanagement diskutiert. Aber was ist es denn nun? Und da sind wir gleich mitten im Problemkern der Kulturmanagement-Ausbildung im deutschsprachigen Raum. <span id="more-61"></span></p>
<p>&#220;berangebot von Studieng&#228;ngen</p>
<p>Unverkennbar steckt man in einem Dilemma. Es gibt ein &#220;berangebot an Studieng&#228;ngen, Aus- und Weiterbildungsm&#246;glichkeiten und die Zahl wird im Zuge des Bologna-Prozesses und der einhergehenden Umstellung auf Bachelor- und Masterstudienangebote weiter steigen. Die Zahl der Absolventen ist weitaus gr&#246;&#223;er als die der angebotenen Stellen. Es gibt nach au&#223;en kein einheitliches Bild eines Kulturmanagements. Es handelt sich eher um einen Oberbegriff, der von Ausbildungsst&#228;tte zu Ausbildungsst&#228;tte anders interpretiert und inhaltlich gef&#252;llt wird. Der Ruf nach Standards und Qualit&#228;tskriterien, auch im Sinne einer Zertifizierung und damit einhergehender M&#246;glichkeit der Bewertung auf dem Ausbildungs- und Arbeitsmarkt wird lauter. Ein klares Berufsbild gibt es nicht und kann es wahrscheinlich auch nicht geben. Im Kreise der Kollegen wird man als Orchideenfach mit Argwohn behandelt und als wissenschaftliches Fach oder Disziplin nicht anerkannt. Aber hatte die BWL im universit&#228;ren Disziplinenkanon nicht &#228;hnliche Anlaufschwierigkeiten? Offensichtlich wird, dass eine ausschlie&#223;lich an der Praxis orientierte Ausbildung nicht der goldene Weg ist. Die Handlungsfelder, die Gegenst&#228;nde des Kulturmanagements, die Schnittstellen und &#220;berlappungen zu anderen Disziplinen m&#252;ssen st&#228;rker als bisher erforscht und in einen wissenschaftlichen Diskurs integriert werden. Dieser Missstand spiegelt sich auch in der verf&#252;gbaren Literatur wider, die fast ausschlie&#223;lich deskriptiv ist, was von den Teilnehmern der Tagung hervorgehoben wurde. In der Diskussion um die Entwicklung einer wissenschaftlichen Disziplin Kulturmanagement besteht aber auch die Gefahr, dass diese zu einer Elfenbeinturmdisziplin mutiert, in der pers&#246;nliche Anerkennung in Wissenschaftskreisen und umfangreiche Ver&#246;ffentlichungslisten wichtiger sind als der Transfer der Ergebnisse in die Handlungsfelder des Kulturmanagements oder die Wahrnehmung der eigenen Verantwortung bei der Ausbildung und F&#246;rderung von Studierenden und k&#252;nftigen Kulturmanager-Generationen.</p>
<p>Das Treffen in Rendsburg gibt jedoch Hoffnung. Die einzelnen Beitr&#228;ge waren s&#228;mtlich von hoher Qualit&#228;t und zeugten davon, dass die Probleme und Herausforderungen f&#252;r eine Weiterentwicklung des Faches erkannt sind und angenommen werden.</p>
<p>Harmonisierung europ&#228;ischer Studienangebote</p>
<p>Im Vortrag von Prof. Hermann Voesgen (FH Potsdam) &#252;ber die Erfahrungen der Studieng&#228;nge mit dem Bologna-Prozess wurde klar, dass viele der Forderungen nach einer Harmonisierung europ&#228;ischer Studienangebote noch gar nicht oder nur ungen&#252;gend erf&#252;llt und umgesetzt wurden. So gibt es nach wie vor gro&#223;e Probleme bei der Herstellung einer Vergleichbarkeit der europ&#228;ischen Studienangebote, die von unterschiedlicher Dauer sind und mit unterschiedlichen Lehrinhalten durchgef&#252;hrt werden. Eine Kommunikation der Differenzen bzw. Gemeinsamkeiten findet nur ungen&#252;gend statt und m&#252;sste verbessert werden. Noch immer sind die verschiedenen Lehrangebote f&#252;r Studierende und Lehrende intransparent und nur schwer durchschaubar. Das beginnt schon mit den Informationen, die man im Internet erhalten kann. Zudem gibt es Sprachprobleme in mehrfacher Hinsicht. Es werden in den verschiedenen L&#228;ndern nicht nur unterschiedliche Fachtermini mit ganz unterschiedlicher Bedeutung benutzt, auch die oftmals bei internationalen Studienangeboten vorherrschende englische Sprache, mit ihren ganz eigenen Ausformungen und Interpretationen von Nichtmuttersprachlern, f&#252;hrt zu Missverst&#228;ndnissen, Problemen und zu einem Absinken des Niveaus im wissenschaftlichen Diskurs. Hier versucht z.B. der Europ&#228;ische Verband der Kulturmanagement-Ausbilder ENCATC dem Standardisierungsbedarf nachzukommen und in einem Projekt verschiedene Termini in den jeweiligen Landessprachen gegen&#252;berzustellen und zuzuordnen. Zudem gibt es &#220;berlegungen, ob Englisch wirklich in allen Austauschprozessen die richtige Kommunikationssprache ist. Ein weiterer Knackpunkt im Bologna-Prozess und wichtiger Aspekt bei der strategischen Ausrichtung der jeweiligen Ausbildungsangebote ist die Forderung nach Mobilit&#228;t und Besch&#228;ftigungsf&#228;higkeit.</p>
<p>Mobilit&#228;t von Studierenden oder von Lehrkr&#228;ften?</p>
<p>Hier stehen die Studieng&#228;nge vor dem Problem, welche und wie viel Mobilit&#228;t eigentlich gewollt ist, sowohl bei den Studierenden als auch bei den Lehrkr&#228;ften. Diese Frage werden sich in Zukunft wohl alle Ausbildungseinrichtungen stellen m&#252;ssen, auch wenn es darum geht, f&#252;r welchen Arbeitsmarkt man ausbildet. Zudem ist bei den meisten Studienangeboten zu erkennen, dass man den &#196;nderungen auf dem Arbeitsmarkt nur schwer gerecht wird &#8211; ja diesen meistens nicht folgen kann. Hier w&#228;ren z.B. die Entwicklungen in den creative industries und die immer gr&#246;&#223;ere Zahl von Unternehmensgr&#252;ndungen oder selbst&#228;ndigen Arbeitsverh&#228;ltnissen zu nennen, auf die die meisten Studieng&#228;nge nicht vorbereiten. Dies ist sicher der oftmals schlechten personellen und finanziellen Ausstattung geschuldet. Generell ergeben sich hier aber wichtige strategische Fragen f&#252;r die Positionierung aller Studieng&#228;nge: Wollen wir &#252;berhaupt f&#252;r einen europ&#228;ischen Arbeitsmarkt ausbilden und damit die Richtlinien des Bologna Prozesses umsetzen? Worauf spezialisieren wir uns in unserem Ausbildungsportfolio? Welche USP hat unser Studienangebot auf dem sich immer st&#228;rker diversifizierenden Ausbildungsmarkt? Wie stellen wir sicher, dass wir unserer Verantwortung gerecht werden und besch&#228;ftigungsf&#228;hige Absolventinnen und Absolventen oder Unternehmerpers&#246;nlichkeiten entlassen?</p>
<p>Die Situation in der Schweiz</p>
<p>Wichtige Anst&#246;&#223;e zur Diskussion brachten die Beitr&#228;ge aus dem deutschsprachigen Ausland. So berichtete Rolf Keller (Universit&#228;t Basel) von den Schwierigkeiten der Anerkennung der Kulturmanager-Ausbildung in der Schweiz. Hier ist der Arbeitsmarkt im Vergleich zu Deutschland zwar noch nicht vollst&#228;ndig ges&#228;ttigt und die Chancen der Absolventen auf einen Arbeitsplatz ungleich gr&#246;&#223;er, aber vielen ausgebildeten Kulturmanagerinnen und -managern schl&#228;gt Misstrauen und Skepsis bis Ablehnung entgegen. Neben &#196;ngsten vor einer Kommerzialisierung der Kultur stehen auch die fehlende Anerkennung als wissenschaftliches Fach oder Disziplin sowie das Fehlen eines klaren Berufsbildes der Durchsetzung von Kulturmanagement im Weg. Hier wird klar, welche Kommunikationsaufgaben vor den Studienanbietern und den Absolventen liegen und dies nicht nur in der Schweiz. Die Notwendigkeit der gerade angesto&#223;enen Diskussion um eine Standortbestimmung des Kulturmanagement, um das Berufsbild oder die Berufsbilder des Kulturmanagers, um die Einordnung des Faches, Fachgebietes oder der Disziplin Kulturmanagement im wissenschaftlichen Kontext wird hier wieder deutlich.</p>
<p>Wissenschaftliche Reputation des Kulturmanagements</p>
<p>Gerade zum Thema der wissenschaftlichen Reputation des Kulturmanagements und seiner wissenschaftlichen Weiterentwicklung gaben die Vortr&#228;ge von Prof. Dr. Steffen H&#246;hne (Hochschule f&#252;r Musik Weimar), Prof. Dr. Tasos Zembylas (Universit&#228;t f&#252;r Musik und darstellende Kunst Wien) und Dr. Martin Tr&#246;ndle (als Vertreter des Nordkolleg Rendsburg) wichtige Impulse. So zeigte Prof. Dr. Zembylas auf, welchen Herausforderungen sich die akademische Kulturmanagement- Ausbildung bei der Positionierung im Wissenschaftsbereich stellen muss. Neben dem Institutionen &#252;bergreifenden Kampf um Personal- und Forschungsressourcen wird in Zukunft die Bildung eines entsprechenden wissenschaftlichen Images wichtiger, um nicht als hybride Konstruktion zwischen den anerkannten Wissenschaftsdisziplinen unterzugehen. Hier muss das Verh&#228;ltnis zum proklamierten Praxisbezug mitbedacht werden, da dieser einer wissenschaftlichen Reputation eher im Wege steht. Zudem muss eine eigene Kulturmanagement-Forschung neben der Auftragsforschung auch mit eigenen Forschungsantr&#228;gen aufgebaut werden, »die nicht nur andere Wissenschaftsbereiche heranzieht, sondern aus der Analyse und Reflexion kultureller Praxis neue Erkenntnisse entwickelt«, wie Dr. Birgit Mandel (Universit&#228;t Hildesheim) in ihrem Vortrag forderte. Dr. Martin Tr&#246;ndle forderte, dass das Kulturmanagement zur eigenen Weiterentwicklung eigene Entscheidungsinstrumente und Methoden entwickeln m&#252;sste, die dem k&#252;nstlerisch/kulturellen Gegenst&#228;nden angemessen sind. Zudem w&#228;re es wichtig, vom Baukastenprinzip weg, hin zu einer tats&#228;chlichen Interdisziplinarit&#228;t und vor allem st&#228;rkeren Integration aller Disziplinen in die Lehre und Forschung zu kommen. Er pl&#228;dierte weiter f&#252;r eine st&#228;rkere Hinwendung des Faches zu k&#252;nstlerischen Bereichen und warf eine sicher wichtige Diskussion um die Begriffe eines Kunst- und/oder Kulturmanagements und deren st&#228;rkere Ausformulierung auf.</p>
<p>N&#228;he zu k&#252;nstlerischen Prozessen und zur Praxis</p>
<p>Dies unterst&#252;tzten die Beitr&#228;ge von Amelie Deuflhard, k&#252;nstlerische Leiterin der Sophiens&#228;le Berlin und designierte Intendantin der Kulturfabrik Kampnagel Hamburg und Prof. Dr. Karen van den Berg von der Zeppelin University Friedrichshafen. Amelie Deuflhard unterstrich als erfahrene Praktikerin, wie wichtig die N&#228;he zu den k&#252;nstlerischen Prozessen und eine ad&#228;quate kultur- und geisteswissenschaftliche Ausbildung sind und gab der Diskussion um die Weiterentwicklung der Kulturmanagement-Ausbildung wichtige Denkanst&#246;&#223;e. Prof. Dr. van den Berg sprach sich u.a. f&#252;r ein »Kulturmanagement als Kunstmanagement im Sinne einer inszenatorischen Praxis und eines kunstbezogenen Handelns« aus. Zudem stellte sie eine &#220;bersicht &#252;ber die sich ver&#228;nderten Rollenverst&#228;ndnisse des Kulturmanagers vor, die Anregungen f&#252;r eine wichtige Diskussion f&#252;r die Zukunft lieferte. Dies ist f&#252;r die Entwicklung des Selbstverst&#228;ndnisses eines Kunst- oder Kulturmanagements genauso wichtig wie f&#252;r eine Diskussion und Reflexion der Verantwortung und Verantwortlichkeiten von Kunst- und Kulturmanagern.<br />
7 Thesen zur Weiterentwicklung der Ausbildung</p>
<p>&#220;ber die neuen Herausforderungen der Ausbildung von Kulturmanagern referierte Dr. Birgit Mandel, die in sieben Thesen Hinweise f&#252;r die Weiterentwicklung der zuk&#252;nftigen Kulturmanagement-Ausbildung gab. So forderte sie, wie schon einige Vorredner, die Entwicklung einer eigenen Kulturmanagement- Forschung, die kulturelle Praxisfelder analysiert und reflektiert sowie die Entwicklung eigener Managementkonzepte. Nur so k&#246;nne sich Kulturmanagement im Kanon der Wissenschaften behaupten. Weiter m&#252;sste der Mehrwert der Kulturmanagement-Ausbildung klarer herausgestellt werden, auch im Sinne eines G&#252;tesiegels der akademischen Ausbildung Kulturmanagement. Dies wird seit l&#228;ngerer Zeit immer wieder in Diskussionen gefordert. Kulturmanagement kann in Zukunft »zentrale Einfl&#252;sse auf die Definition von Kunst und die Durchsetzung von Kunst und Kultur im Kampf um Aufmerksamkeit haben« und sich vom »Kunstinstitutionen-Management zum Management kultureller Kontexte ausweiten«. Hier wird vor allem die Aufgabe einer st&#228;rkeren Katalysatorfunktion und der Verbindungsfunktion zwischen verschiedenen gesellschaftlichen Bereichen und Sph&#228;ren angesprochen. Durch die immer st&#228;rker erkennbare Wandlung vom verwaltungsorientierten zum unternehmerischen Handeln im Kulturmanagement werden neue zentrale Kompetenzen von k&#252;nftigen Kulturmanagern verlangt, die auch in der Ausbildung dieser Ber&#252;cksichtigung finden m&#252;ssen. So reicht die Vermittlung von Management-Techniken schon lange nicht mehr aus, sondern gewinnen »Vermittlungs- und Vernetzungskompetenzen, kulturpolitisches und strategisches Denken, k&#252;nstlerische und kulturelle Sensibilit&#228;t« an Bedeutung, m&#252;ssen st&#228;rker personelle Kompetenzen vermittelt und herausgebildet werden.</p>
<p>Fazit</p>
<p>Zusammenfassend kann man feststellen, dass fundamentale Umw&#228;lzungen in der Kulturmanagement-Ausbildung und auf dem entsprechenden Arbeitsmarkt anstehen, f&#252;r die die meisten Studieng&#228;nge und Ausbildungseinrichtungen noch nicht gewappnet scheinen. Die Zukunftsf&#228;higkeit des Faches und die Entwicklungspotenziale des Kulturmanagement h&#228;ngen davon ab, wie man sich diesen Herausforderungen stellt &#8211; und dass man diese annimmt. Der Aufbau entsprechender Strukturen in der wissenschaftlichen Erforschung des Kulturmanagements scheint da unabdingbar, genauso wie der st&#228;ndige Austausch der Erfahrungen und Reflexionen in und aus den Anwendungs- und Praxisfeldern. Der Bedarf und die Notwendigkeit an Austausch unter den Ausbildungseinrichtungen ist sehr hoch und so kann es nur  begr&#252;&#223;t werden, dass &#8211; auch nach sehr langer Wartezeit &#8211; der Dialog begonnen wurde und hoffentlich fortgesetzt wird. Keine Ausbildungseinrichtung wird jedoch darum herumkommen, seine eigene strategische Ausrichtung zu &#252;berdenken, zu &#252;berarbeiten oder erst einmal zu entwickeln. Einige Ausbilder sind schon recht weit und haben unverwechselbare Profile entwickelt, die auf dem Arbeitmarkt als eigene G&#252;tesiegel oder Markenzeichen anerkannt werden. Der Kulturbetrieb weitet sich aus und bietet so viele neue Arbeitsfelder f&#252;r Kulturmanager. Gleichzeitig wird es einen immer sch&#228;rferen Kampf um personelle und finanzielle Ressourcen geben, gerade durch die Vielzahl von Neugr&#252;ndungen an Studienangeboten. Aber eine Bereinigung des Ausbildungsmarktes wird es in naher Zukunft geben m&#252;ssen und mehr oder weniger bekannte Ausbildungsanbieter vom Ausbildungsmarkt verschwinden. Die Qualit&#228;t der Ausbildung und die wissenschaftliche Anerkennung des Faches k&#246;nnen steigen, wenn die richtigen Weichen schnellstens gestellt werden. An vorhandenen Potenzialen sollte dies nicht scheitern.</p>
<p>07.02.2007, D S </p>
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